[Rüde] Zethmol
#1
Zethmol

Allgemeines


Alter 5 Jahre
Rune Isa
Rang wird im Inplay ausgespielt
Berufung Wächter



Aussehen


Zethmol ist ein wahrhaft stattlicher Rüde. Mit seinen 120cm könnte er kein größerer Wolf sein. Sein Gewicht von 90 Kilogramm ergibt sich überwiegend durch seine Muskulatur. Damit ist der Wolf ein wahrhafter Hüne, der durchaus eine angsteinflößende Erscheinung sein kann. Auch seine orangeroten Augen tragen nicht unbedingt dazu bei ihn harmloser wirken zu lassen. Sein Ausdruck wird durch seine Gesamterscheinung nicht selten falsch gedeutet – bei so einem gigantischen Wolf denkt man als erstes an einen bösen Vertreter seiner Rasse, also muss er doch sicherlich auch einen fiesen Gesichtsausdruck haben, nicht? Die Warmherzigkeit in seinem Blick geht dadurch meist unter.

Das Fell des Hünen ist überwiegend schwarz, wird jedoch immer wieder von verschiedensten Brauntönen durchbrochen. Vor allem im Nacken- und Schulterbereich, aber auch am Bauch ist er einige Nuancen heller, als beispielsweise an Kopf und Rücken. In seinem Gesicht sieht man, dass er nicht gerade erst den Mutterleib entschlüpft ist. Einzelne graue Haare bahnen sich ihren Weg und früher oder später wird Zethmol noch weiter ergrauen.


Charakter


Seine Erscheinung lässt vermuten, dass es sich bei dem hünenhaften Rüden um einen grausamen und aggressiven Vertreter seiner Rasse handeln muss. Doch wer das wirklich glaubt, der irrt sich.

Zethmol ist ein durch und durch guter und netter Wolf. Friedliebend wäre vielleicht übertrieben, denn er ist durchaus dazu bereit und willens Gewalt anzuwenden, um das was ihm am Herzen liegt zu schützen. Doch er würde niemals aus nichtigen oder niederen Gründen jemanden verletzen. Lediglich bei seinem ausgeprägten Beschützerinstinkt muss man manchmal etwas aufpassen, denn wenn er jemanden wirklich ins Herz geschlossen hat, dann kann es schon passieren, dass er zähnefletschend dazwischen geht, nur, weil der schützenswerte Wolf einmal schief angeguckt wird.

Das klingt impulsiver, als es tatsächlich ist. Hinter seinem Handeln steht nämlich meist ein langer Gedankenstrang. Zethmol ist ein nachdenklicher, manchmal sogar verträumter Wolf. Könnte man seinen Gedanken lauschen, würde man in einen wirklich tiefgründigen Geist blicken, der alles hinterfragt und bis zum Ende denkt. Hier liegt also noch ein Indiz dafür, dass er niemals ohne weiteres einem anderen Wolf Leid zufügen würde. Der Konsequenzen seiner Taten ist er sich fast immer bewusst – was nicht bedeutet, dass er auch wirklich in allen Situationen richtig und angemessen handelt.
Als guter Zuhörer kann er ein wahrer Fels in der Brandung sein. Er hat ein offenes Ohr für die Leiden seiner Vertrauten, auch wenn es nicht einfach ist an ihn heran zu kommen. Es gibt da nämlich etwas, mit dem sich der eigentlich gesellige Wolf einen ganzen Haufen Steine in den Weg legt. So viel Zethmol auch denkt, so wenig spricht er. Manchmal könnte man sogar glauben, der Rüde hätte seine Stimme verloren, so schweigsam ist er. Und selbst wenn er die Zähne auseinanderbekommt, so spürt man von seiner doch emotionalen Art eher wenig. Es sind knappe Worte, die sein Gegenüber glauben lassen er wäre auf den Kopf gefallen, dumm, hirnrissig. Sie irren sich. Wenn sie nur wüssten…


Vergangenheit


Er hatte alles. Und er verlor alles.

Auch wenn seine Erinnerungen an das, was geschehen ist verblasst sind und nur möglicherweise nach und nach zurückkehren werden, so haben die Ereignisse ihn doch nachhaltig geprägt. Wölfe, die Zethmol in seinen jungen Jahren kannten, würden sich vermutlich schwer tun ihn wiederzuerkennen.

Als einziger Rüde aus dem ersten Wurf des Alphapaares war ihm früh in die Wiege gelegt, in welche Richtung sich sein Leben entwickeln sollte. Er wuchs mit seinen drei Schwestern zu einem prächtigen Wolf heran, der seinem ehrenwerten Vater in nichts nachstand. Früh zeichnete er sich zu einem Beschützer aus, der für sein Rudel einstand und ein offenes Ohr für alle hatte. Ja, an manchen Tagen hing er vielleicht seinen Gedanken zu sehr nach, oder ging seine Geschwister zu harsch an, doch im Großen und Ganzen konnte das Alphapaar sich glücklich schätzen, zu was sich Zethmol entwickelt hatte.

Wie es für ihn vorgesehen war, fand er eine Gefährtin und trat mit ihr an seiner Seite in die Pfotenabdrücke seines Vaters. Er gründete seine eigene Familie, seine Gefährtin gebar ihm Welpen und sich wuchsen zu einer kleinen Familie heran. Er hatte wirklich alles – ein durch und durch wundervolles Leben. Bis zu eben jenem Tag, an dem ihm all das weggenommen werden sollte.

Das Frühjahr brachte eine Reihe heftiger Regengüsse, die zuerst harmlos wirkten. Endlich wurden Seen und Bachläufe wieder gefüllt, die der vergangene Sommer zu sehr in Mitleidenschaft gezogen hatte. Doch das himmlische Wasser wollte einfach nicht Enden. Das Tal wurde zu einem Sumpf und die Hänge der naheliegenden Berge zu einer Todesfalle. Ihr Rudelplatz war nicht mehr sicher und so musste das gesamte Rudel mitsamt der jungen Welpen fortziehen, in höhere Gefilde, wo es hoffentlich nicht so feucht war, dass ihnen die Pfoten aufquollen.

Gemeinsam zogen sie aufwärts. Der Weg war sehr schwierig, vor allem für die Jüngsten. So entschied Zethmol sich dafür das Rudel in einer Senke warten zu lassen und selbst ein Stück vorauszugehen und die Umgebung auszukundschaften. Nach ein, vielleicht zwei Stunden hatte er einen Ort gefunden, der geschützt genug war um dort wenigstens die nächsten Tage auszuharren, doch als er zurück kam, fand er das Desaster vor.

Eine Felswand war, wohl vom Regen ausgespült und haltlos geworden, abgerutscht und hatte die Senke getroffen, in der sein Rudel seine Rückkehr erwartet hatte. Zuerst waren nur die Felsbrocken abgerutscht, doch von oben hatte sich durch den Erdrutsch auch eine Schlammlawine gelöst, die die Senke völlig ausgefüllt hatte. Totenstille erfüllte den Ort, kein Winseln war zu hören, kein leiser Atemzug. Völlig fassungslos hoffte, betete Zethmol, dass das Rudel sich hatte in Sicherheit bringen können. Er wartete Tage, beinahe eine ganze Woche, begann zu graben, die wenigen Steine, die leicht genug waren, um sie beiseite zu schaffen fortzuschieben. Schließlich fand er sie, zusammengerollt, alle miteinander. Sie waren alle tot.

Er hatte sie schützen wollen, den gefährlichen Weg allein auf sich nehmen wollen, um seine Liebsten in Sicherheit zu wissen, doch hatte ihn das Schicksal heimtückisch getäuscht. Kein Gott war auf seiner Seite. Ihm wurde alles genommen, was er je gehabt, gekannt, geliebt hatte. Seine Verzweiflung war so groß, dass er nicht wusste, ob er weiterleben konnte. Doch er war kein Mörder, nicht einmal an sich selbst. Doch niemals mehr würde es so schön, so friedliebend, so vollkommen werden, wie es einst war.
Der gesellige Rüde wurde zum schweigenden Fels. Sein Charakter war nicht verloren, doch es war, als hätten die Steine sein Herz begraben, als würden sie ihn hemmen seinen Emotionen mehr zu widmen, als nur Gedanken…


IsaWächter
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#2
Du hast nun die Rechte, deinen Beitrag zu editieren.
Bitte füg noch ein Bild ein, dann bekommst du das WoB Emoticon_pb_35
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#3
Bild ist drin, wird heute abend noch mal überarbeitet, wg. Augenfarbe. Auf Arbeit habe ich kein GIMP. Emoticon_pb_32

IsaWächter
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#4
[Bild: welcomeinthepack.png]
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