[Rüde] Ratatösk
#1

Ratatösk



Allgemeines




Alter 3 Jahre

Rune Thurisaz

Rang wird im Inplay ausgespielt

Berufung Seher






Aussehen



Als im Grunde eher zierlicher Rüde ist sein markantestes Merkmal wohl Ratatösks Fellfarbe. Beinahe rot wie ein Fuchs kommt er daher, lediglich Rücken und Gesicht sind von ein paar schwarzen Haaren gespickt. Eine gute Tarnung ist ihm also nicht gerade naturgegeben, dennoch versteht er es geschickt und unerkannt durchs Unterholz zu schlüpfen. Dies ermöglicht ihm vor allem seine kleine und schmale Statur, ist er doch mit 85cm Schulterhöhe und 58kg ein wahres Fliegengewicht unter seinen Artgenossen.

Feingliedrigkeit und gut proportionierte Muskeln machen ihn zum geborenen Läufer und Schleicher. Dies nutzt er auch liebend gern aus, hat er doch früh gelernt dass es sich lohnt ungesehen von einem Ort zum anderen zu gelangen.



Bleibt er selbst zwar oft unsichtbar, ist derweil seinen Augen der Schelm anzusehen, den dieser Rüde in sich trägt. Vorwitzig blitzen sie in einem satten Orange seiner Umwelt entgegen und wandern stets aufmerksam umher, beständig auf der Suche nach etwas das sich lohnt, entdeckt zu werden.






Charakter




Ratatösk ist ein wahrer Scharlatan. Von klein auf war er der geborene Unruhrstifter und Intrigant. Zwar kann man durchaus sagen, dass er das Herz am rechten Fleck hat und sich meistens in gewissen moralisch vertretbaren Rahmen bewegt, doch seine Hemmschwelle andere auf den Arm zu nehmen oder Situationen zu seinen Gunsten zu manipulieren ist verschwindend gering. Auch auf Kosten anderer.

Er ist kein lauter, impulsiver Draufgänger, ganz im Gegenteil. Meistens bewegt er sich unter dem Radar und verhält sich aufgeschlossen und freundlich, fast so, als könne er kein Wässerchen trüben. Doch selbst wenn die Meisten um ihn herum wissen dass seinen Worten nicht immer zu trauen ist, so gelingt es ihm doch immer wieder das nötige Vetrauen zu gewinnen welches es für seine Einflüsterungen braucht.

Es bereitet ihm ungemeine Freude, Streitigkeiten und Unruhe unter seinen Artgenossen zu streuen, einfach um zu beobachten wie die einzelnen Charaktere in seiner von ihm geschaffenen Realität handeln. Es hilft ihm, die Wölfe um ihn herum besser zu verstehen, sie lesen zu lernen und ihr Handeln vorauszuahnen.

Diese Dinge zu wissen gibt ihm Sicherheit, denn Ratatösk hasst Überraschungen jedweder Art. Er hat gern die Kontrolle über die Situationen in denen er sich befindet, nicht zu wissen was ihn erwartet kann seine solide Fassade bröckeln lassen. Und das ist etwas, was er um jeden Preis zu vermeiden versucht. So wie er die Anderen um sich herum lesen will, so sehr verabscheut er es, sich selbst zu offenbaren und tut sich insgeheim schwer, anderen wirklich zu vertrauen.

Natürlich kann er sein eigenes Wesen nicht gänzlich vor der Außenwelt verbergen, so kommt es vor dass er doch einnmal für seine Taten gerade stehen muss - was er tut wenn es wirklich darauf ankommt. Vermutlich würde er nicht mit ansehen wie ein Rudel durch seine Saaten zerbricht, doch viel kann ihm beim Ausüben seiner Scherze wahrlich nicht aus der Reserve locken.

Sein Charme ist überwältigend überzeugend und er findet fast immer die richtigen Worte, um seinen Gegenüber für sich zu gewinnen - so er das denn auch tatsächlich beabsichtigt.

Für Ratatösk ist das Leben ein Spiel, dessen Regeln nur er kennt und von dem er der Einzige ist der weiß, das überhaupt gespielt wird.





Vergangenheit



Als Kleinster in einem großen Wurf von Welpen hat Ratatösk früh lernen müssen, sich bei körperlicher Unterlegenheit dennoch zu behaupten. Das Klima war Rauh und die Nahrung knapp, es war von Beginn an ein stetiger Kampf um die besten Plätze.

Winzig wie er war hatte er oft das nachsehen, in den ersten Wochen sorgte seine Mutter noch verlässlich für sein Überleben, doch je selbstständiger er und seine Geschwister wurden, desto härter wurde sein Kampf. Ständig wurde er weggeschubst, gebissen oder einfach überrannt. Seine Geschwister begannen sich daran zu erfreuen, die Stärkeren zu sein und ließen es ihn spüren, wenn sich eine gute Gelegenheit ergab. Bis Ratatösk sein Vorgehen änderte. Getrieben von Trotz und Wut auf seine Geschwister  begann er, Fäden zu spinnen und Pläne zu schmieden.

Seinem größen Bruder Jason, der wildeste und ungezähmteste unter ihnen, erzählte er, seine Schwester habe sich zur letzten Beute geschlichen und wollte sich ohne ihn bedienen. Etwas, dass der kräftige junge Wolf nicht dulden wollte. Sofort machte er sich auf, die ahnunglose Schwester zur Rede zu stellen, während Ratatösk in sicherer Entfernung dass Schauspiel genoss. Er hatte seinen Weg gefunden. Als nächstes erzählte er der Mutter, Jason wäre völlig grundlos auf seine Schwester losgegangen und das sie dringend eingreifen müsse. Dem kleinen, anständigen Ratatösk glaubte man die Anklage selbstverständlich und so nahmen die Dinge seinen Lauf.

Von Erfolgserlebnissen bestätigt entwickelte der junge Wolf sich zu einem wahren Schlitzohr, das fast immer ungeschoren mit seinen Taten davon kam.

Dennoch verlies er den Schutz des heimatlichen Rudels früh, getrieben von Abscheu gegenüber den einfach gestrickten Wölfen in seiner Familie. Er konnte sie bald nicht mehr ernst nehmen, sie waren zu leicht zu spielen, er kannte sie zu gut. Er kannte alles zu gut in seiner Heimat und es zog ihn in die Ferne.

Er kam gut zurecht im Unbekannten, lernte noch besser zu sein in dem, was er tat und schlich sich als wahrer Filou mal in dieses, mal in jenes Rudel. Doch er blieb nie lang genug um je einen Ort als Zuhause anerkennen zu können.

Nicht dass es ihn wirklich gestört hätte, er war einfach wurzellos und frei zu tun was ihm beliebte und dieser Umstand war ist ihm bis heute nur recht.



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#2
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